Carsten Reichert

Das Referendariat – eine Zwischenbilanz

Der erste Ausbildungsabschnitt, sprich: das erste Halbjahr, des Referendariats neigt sich dem Ende zu. Und nachdem eben dieses mich in den letzten Monaten davon abgehalten hat, einen vernünftigen Blogeintrag zu machen, widme ich diesen Eintrag dem Referendariat 🙂Dalberg-Gymnasium

Ich will versuchen, es knapp zu halten: Mein Seminar hat es gut getroffen. Am Dalberg-Gymnasium sind wir an eine kollegiale Schule gekommen, die sich sehr um ihre jungen Seminaristen kümmert und bemüht. Und auch außerhalb des Unterrichtsalltags finden die Kollegen ein Wort für Privates, z.B. im Kollegensport oder bei gemeinsamen Fahrten. Unsere Schule ist ein Gymnasium mit sprachlichem und musischem Zweig. Und gerade letzterer bereichert das Referendariat enorm: Drei Großveranstaltungen (Weihnachtskonzert, Leistungskurskonzert und Musical-Aufführung) füllten den Kalender im ersten Halbjahr – und zeigten, was Schüler alles leisten können und auch wollen – und das neben Unterricht und Schule.

Was den Unterricht an sich betrifft, so kann ich auch nicht klagen. Die 12. Klasse in Geschichte gab mir die Möglichkeit, Schwerpunkte meines Studiums, nämliche historische Geistesgeschichte, weiterzuvermitteln und in bestimmten Bereichen auch zu vertiefen. In Deutsch habe ich mich in einer 8. Klasse versucht – und musste dort feststellen, dass Literaturgeschichte an der Universität zwar sehr umfassend gelehrt wird, diese Inhalte in der Unter- und Mittelstufe nicht unbedingt immer anwendbar sind. Etwas mehr Methodik und Didaktik, die sich auf den Lehrplan bezieht, wäre sicherlich hilfreich gewesen. Aber dadurch, dass man nur wenige Stunden wöchentlich zusammenhängenden Unterricht leisten muss, kann man nebenher noch das ein oder andere Neue erarbeiten.

FDGInsofern schaue ich schon mit einem weinenden Auge auf das erste Halbjahr. Ob es im Einsatzjahr genauso wird? In jedem Fall wird es arbeitsreicher, denn statt sechs sind nunmehr 16 Stunden wöchentlich zu unterrichten. Zugewiesen wurde ich dem Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg. Schön für mich, denn so kann ich mir einen Umzug sparen und muss zur Schule nur auf die andere Main-Seite wechseln. Dort erhalte ich nun auch die Möglichkeit, mich in Sozialkunde auszuprobieren. Mein Drittfach nämlich habe ich nicht in die Seminarausbildung „mitgenommen“. Auch bin ich auf das Arbeiten in „Bayerns größtem Gymnasium“ mit über 1.800 Schülern in 55 Klassen gespannt. Am 21. Februar geht es los – frei nach Theo Lingen: frisch, fromm, fröhlich, frei – an’s Werk!

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