Carsten Reichert

Grass: Europas Schande

Günter Grass hat es wieder getan – ein Gedicht verfasst, das anders als sein Vorgänger-Werk „Was gesagt werden muss“ keine so großen Wellen geschlagen hat: „Europas Schande“.

Man kann den Text als senile Schreibflucht aus der Bedeutungslosigkeit verstehen, sich neoliberalistisch über dessen Inhalt echauffieren oder sich – wie mein Schwiegervater – produktiv damit auseinandersetzen:

 „Du Orpheus der siebenundvierziger Garde
mit Literaturnobelpreis geschmückt
kannst leicht von wohlstandsgepolsterter Warte
diejenigen tadeln, die sorgengebückt,
das Chaos verwalten zur Aufgabe haben,
das Hellas jahrzehntelang selber uns schuf.“

Es bleibt einem jedem selbst überlassen…

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