Archive for the ‘EINblicke - über mich’ Category

Und wieder ist ein halbes Jahr vergangen…

Mittwoch, August 10th, 2011

… und seit Februar ist es hier wirklich ruhig gewesen, kein Eintrag im Blog. Reger ging es da schon auf Facebook oder Twitter zu, Microblogging geht nun mal deutlich einfacher…

Mittlerweile ist mein erstes Einsatzhalbjahr des Referendariats am Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg zu Ende und ich wurde mit Wirkung zum 12.9.2011 an das Spessart-Gymnasium Alzenau versetzt. Damit habe ich dann (mit Ausnahme der privaten Maria-Ward-Schule) dann alle Aschaffenburger Gymnasium besucht, sei es als Schüler, Praktikant im Studium oder eben jetzt als Lehrer… Auf jeden Fall freue ich mich (trotz der Ferien im Moment) auf den Anfang in Alzenau und bin jetzt schon sehr gespannt, wie es dort laufen wird. Wie ich schon weiß, werde ich auch in der Oberstufe eingesetzt werden, nämlich in Geschichte und Sozialkunde - das ist komplettes Neuland, aber auch sehr spannend…

In den letzten Schulwochen habe ich am FDG noch einige Projekte durchgeführt. Mit einer 10. Klasse habe ich Verfilmungen der Schnitzler-Parabel “Die grüne Krawatte” angefertigt, die ich beim Jugendvideowettbewerb JuFinale einreichen werde. Darüber hinaus habe ich mit allen drei 10. Klassen in Geschichte/ Sozialkunde ein Podcast-Projekt zum Thema “Bayerische Ortschaften im Wandel” durchgeführt. Die Ergebnisse können sich meines Erachtens sehen lassen - der geneigte Leser werfe doch bitte einen Blick auf den sehr ausführlichen Projekt-Blog unter http://schule.carsten-reichert.de.

Natürlich nutze ich die Projektarbeit auch für mein zweites Staatsexamen. Die Podcast-Sequenz ist Inhalt meiner schriftlichen Hausarbeit, die ich gerade im stillen Kämmerlein verfasse (und von der ich mich nun mit diesem Blog-Eintrag ablenke). Außerdem sind noch zwei praxis-wissenschaftliche Aufsätze in der Pipeline, einmal für “Praxis Deutsch” und einmal für das Projekt “Mittelneu” der Universität Duisburg-Essen. Mal sehen, wann ich dazu komme, diese beiden Sachen fertigzustellen…

Im Ehrenamt ist auch Sommerpause. Im Frühjahr hatten wir beim BezJR ja Neuwahlen, der Vorstand ist wieder komplett und mit Doris Aschenbrenner (DGB-jugend) und Ralf Limberg (KJR Kitzingen) sind zwei engagierte und nette Kollegen neu mit an Bord. Nach der Sommerpause stehen dann wieder alle Zeichen auf JuFinale und Planung des Jahres 2012. Darüber werde ich mir in den nächsten Tagen auch noch ein paar Gedanken machen :-)

Wie immer gibt es also einiges zu tun. Ich trotze hartnäckig dem Gerücht des faulen Lehrers mit wochenlangen Ferien. Was ich aber uneingeschränkt genieße ist, dass ich mir meine Zeit im Moment frei einteilen kann. Und das ist bei einem sonst sehr getakteten Berufsalltag auch einmal sehr nett.

Das Referendariat – eine Zwischenbilanz

Sonntag, Februar 6th, 2011

Der erste Ausbildungsabschnitt, sprich: das erste Halbjahr, des Referendariats neigt sich dem Ende zu. Und nachdem eben dieses mich in den letzten Monaten davon abgehalten hat, einen vernünftigen Blogeintrag zu machen, widme ich diesen Eintrag dem Referendariat :-) Dalberg-Gymnasium

Ich will versuchen, es knapp zu halten: Mein Seminar hat es gut getroffen. Am Dalberg-Gymnasium sind wir an eine kollegiale Schule gekommen, die sich sehr um ihre jungen Seminaristen kümmert und bemüht. Und auch außerhalb des Unterrichtsalltags finden die Kollegen ein Wort für Privates, z.B. im Kollegensport oder bei gemeinsamen Fahrten. Unsere Schule ist ein Gymnasium mit sprachlichem und musischem Zweig. Und gerade letzterer bereichert das Referendariat enorm: Drei Großveranstaltungen (Weihnachtskonzert, Leistungskurskonzert und Musical-Aufführung) füllten den Kalender im ersten Halbjahr – und zeigten, was Schüler alles leisten können und auch wollen – und das neben Unterricht und Schule.

Was den Unterricht an sich betrifft, so kann ich auch nicht klagen. Die 12. Klasse in Geschichte gab mir die Möglichkeit, Schwerpunkte meines Studiums, nämliche historische Geistesgeschichte, weiterzuvermitteln und in bestimmten Bereichen auch zu vertiefen. In Deutsch habe ich mich in einer 8. Klasse versucht – und musste dort feststellen, dass Literaturgeschichte an der Universität zwar sehr umfassend gelehrt wird, diese Inhalte in der Unter- und Mittelstufe nicht unbedingt immer anwendbar sind. Etwas mehr Methodik und Didaktik, die sich auf den Lehrplan bezieht, wäre sicherlich hilfreich gewesen. Aber dadurch, dass man nur wenige Stunden wöchentlich zusammenhängenden Unterricht leisten muss, kann man nebenher noch das ein oder andere Neue erarbeiten.

FDGInsofern schaue ich schon mit einem weinenden Auge auf das erste Halbjahr. Ob es im Einsatzjahr genauso wird? In jedem Fall wird es arbeitsreicher, denn statt sechs sind nunmehr 16 Stunden wöchentlich zu unterrichten. Zugewiesen wurde ich dem Friedrich-Dessauer-Gymnasium in Aschaffenburg. Schön für mich, denn so kann ich mir einen Umzug sparen und muss zur Schule nur auf die andere Main-Seite wechseln. Dort erhalte ich nun auch die Möglichkeit, mich in Sozialkunde auszuprobieren. Mein Drittfach nämlich habe ich nicht in die Seminarausbildung „mitgenommen“. Auch bin ich auf das Arbeiten in „Bayerns größtem Gymnasium“ mit über 1.800 Schülern in 55 Klassen gespannt. Am 21. Februar geht es los – frei nach Theo Lingen: frisch, fromm, fröhlich, frei – an’s Werk!